| Ariadne Daskalakis - Premiere an der Barockgeige |
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Georg Friedrich Händel: Complete Violin Sonatas
Im Barock gehörten die Trio-Sonaten zu den beliebtesten Gattungen der Kammermusik. Ihr Spektrum bot sowohl dem bürgerlichen wie dem adeligen Musikliebhaber, aber auch dem Virtuosen ein breites Betätigungsfeld. Die Violinsonaten von Georg Friedrich Händel waren darunter besonders beliebt. Interessanterweise konnte die Geschichte einiger dieser Sonaten und ihre Zuschreibung zum Werk des Meisters erst in jüngster Gegenwart zweifelsfrei geklärt werden. Die hier von Ariadne Daskalakis und ihrem Ensemble Vintage Köln eingespielten Sonaten zeugen von Händels umwerfendem Können, in den ausdrucksstarken langsamen Sätzen ebenso wie in den rhythmischen und kontrapunktischen Sätzen, in denen einige meisterhafte harmonische Wendungen zu erkennen sind. Ariadne Daskalakis, die für ihre Interpretation der Violinkonzerte von Giuseppe Tartini (5 Violinkonzerte, eingespielt mit dem Kölner Kammerorchester unter Helmut Müller-Brühl; 2007) von der internationalen Presse hoch gelobt wurde, stellte bereits damals ihr virtuoses Geigenspiel unter Beweis. Sie erwies sich als stilistische Puristin – immer bereit, über technische Details (u.a. mit dem Wechsel von Instrument, Saiten, Bogen und Steg) der intendierten Komposition möglichst nahe zu kommen. Für die nächste Einspielung bei Naxos (2009) widmete sie sich gemeinsam mit der Pianistin Miri Yampolsky dem kompletten Oeuvre für Violine und Klavier von Witold Lutoslawski und weiteren Werken von Szymanowski und Janacek. Beide Künstlerinnen ernteten auch für diese „Gold-Medaille- Kammermusik“ (MusicWeb International) großes Lob. Bei dieser Einspielung der Händel-Sonaten überzeugt Ariadne Daskalakis – als Debut auf der Barockgeige – mit ihrem Ensemble Vintage, Rainer Zipperling, Viola da Gamba und Barockcello, und Gerald Hambitzer, Cembalo, – so, als wären sie gerade erst komponiert worden. Nur wenigen Violinsolisten ist es vergönnt, wie Ariadne Daskalakis ein vergleichbares Spektrum an Farb- und Klangnuancen aufscheinen zu lassen, dabei musikalisch sicher und sowohl mit dem Intellekt als auch mit dem Gefühl das Wesentliche aus dieser Musik herauszuarbeiten. Dafür steht nun die Interpretation, die sich den Stimmungs- und Farbbildern der Sätze anpasst, sodass sie der Zuhörer mit heutigem Gehör und vom aktuellen Standpunkt in unerwarteter Frische erleben kann. Entstanden ist ein musikalisches Paket, in dem die Sonaten Händels großzügig, spielfreudig und „tagesaktuell“ vorgetragen werden. Warum Barockvioline? Ariadne Daskalakis: „Die Entscheidung zwischen unterschiedlichen Instrumenten und den verschiedenen technischen Möglichkeiten wie Bogen, Saiten und Steg zu wählen, ist einzig der Begeisterung an dieser Musik geschuldet, die es verdient, in der bestmöglichen Form interpretiert zu werden.“ Oder anders ausgedrückt: „Wer gerne Schokoladenkuchen mag, wird eine echte Sachertorte unvergleichbar finden. So geht es auch mir mit der historischen Aufführungspraxis.” Stand: Sept. 2011 Ensemble Vintage Köln Ariadne Daskalakis, Barockvioline, Das Repertoire Violin Sonate in D, HWV 371 Violin Sonate in A, HWV 361 Violin Sonate in d, HWV 359a Violin Sonata in g, HWV 364a Violin Sonata in G, HWV 358 Andante in a, HWV 412 Allegro in c, HWV 408 Violin Sonate in F, HWV 370 Violin Sonate in g, HWV 368 Violin Sonate in A, HWV 372 Violin Sonate in E, HWV 373 Erschienen bei Naxos, VÖ Oktober 2011 Das Begleitheft zur CD wurde von Ariadne Daskalakis verfasst. Weitere Informationen unter: www.ariadne-daskalakis.com
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